Gitarrentage 2011

Super intim im Club

 

Gitarrentage ganz entspannt

Unter Rockmusikern gelten Clubkonzerte als wertvoll, weil so schön intim. Noch intimer sind die Konzerte, die im Zug der Gitarrentage derzeit in der Manufaktur stattfinden. Da ruft das deutsche Wunderkind der elektrifizierten Bluesgitarre, Henrik Freischlader, Vornamen ins Parkett, um zu sehen, ob seine Schüler auch ganz bei ihm sind. Natürlich. Und die danken es ihm neckisch, indem sie laut mit den Hufen scharrend einzählen, während Freischladers Band sich gerade inniglich konzentriert für ein Intro. So entspannt. Aber auch so auf dem Punkt, dass jeder weiß, wo der Meister den Hammer hängen hat. An vielen Nägeln. Er kann eben nicht nur nach Gary-Moore-Art sein Organ jammern und wimmern und quengeln lassen. In „Wolkenwinde“ klingen laue Lüftchen in Minimalstfiguren an. Langsam aufbrausend aufgenommen von Bass und Schlagzeug. Bis die Orgel einsteigt und zwei Tiefdruckgebiete aufeinanderprallen lässt. Hendrik Freischlader ist der Wettermacher, der die Entladungen sprechen lässt. Und zwischendurch relaxed plaudern kann. Aber klar doch durfte er überziehen. Die Session anschließend wartete gerne.

Stuttgarter Nachrichten, 4.6.2011, (no)

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